Neue Autos braucht das Land! Euro 5 und 6 beschlossen
In der heutigen Plenarsitzung des Europaparlaments haben die Abgeordneten dem Kompromissvorschlag über die Abgasnormen Euro 5 und 6 zugestimmt.
Der FDP-Europaabgeordnete Holger Krahmer argumentiert: „Was ist besser für die Umwelt? Strengste Abgaswerte für neue Autos oder weniger alte Rostlauben auf unseren Straßen? Verschärfte Abgasnormen lösen das Problem nicht von alleine. Schon heute sind die neuen Autos nicht mehr Luftverschmutzer Nummer 1. Auf Deutschlands Straßen fahren Pkw, die im Durchschnitt acht Jahre und damit so alt wie nie zuvor sind. Technologien müssen nicht nur verfügbar, sie müssen auch marktfähig und für den Verbraucher bezahlbar sein. Es bringt der Umwelt wenig, wenn wir die alten Autos nicht von der Straße bekommen, weil die neuen, sauberen Fahrzeuge nicht bezahlbar sind.”
KRAHMER: „Das Russpartikelproblem der Diesel-Fahrzeuge ist mit den Euro 5-Grenzwerten, die ab 2009 gelten, gelöst: Die Feinstaub- Emissionen werden um 80 Prozent gegenüber der aktuellen Euro 4-Norm reduziert. Mit modernen Motoren und Partikelfiltern wird aus manchem neuen Diesel-Pkw ein Feinstaubsauger: Aus dem Auspuff kommt künftig sauberere Luft als vorne angesaugt wird. Als Berichterstatter für die Luftqualitäts-Richtlinie wünschte ich mir, dass alle technischen Systeme in Zukunft so sauber und energieeffizient sind wie die modernen Automobile! Unsere Pkw spielen bei der Luftverschmutzung eine immer geringere Rolle.“
KRAHMER hatte sich als Berichterstatter für die Liberalen bei den Verhandlungen über Euro 5 und Euro 6 für eine möglichst kostengünstige Verschärfung der Abgasnormen eingesetzt. Liberale, Konservative und Sozialisten konnten einen breiten Konsens erzielen, dem auch die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten bereits zugestimmt haben. Damit ist eine schnelle Einigung in erster Lesung erzielt. Besonders für die Euro 6-Norm, die nun erst ab 2014 verpflichtend gelten wird, bedeutet der erzielte Kompromiss eine sinnvolle Entschärfung.
Holger KRAHMER begründet: „Die nun beschlossenen Grenzwerte für Dieselruß und Stickoxide sind ambitioniert und trotzdem realistisch, ohne Kostenexplosion, darauf kam es mir an. Bei den Stickoxidemissionen hat die Autoindustrie nun genügend Zeit und Planungssicherheit, bis 2014 marktfähige Abgasnachbehandlungssysteme zu entwickeln.“



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