EU-Parlament sagt Ja zum deutschen Wein
Bei der Abstimmung über die Reform des Weinmarktes haben die Abgeordneten des Landwirtschaftsausschusses heute entschieden, den Zusatz von Zucker bei der Weinproduktion weiterhin zu erlauben. Der sächsische FDP-Abgeordnete Holger Krahmer begrüßt die Ablehnung des entsprechenden Kommissionsvorschlags: “Das Verbot der Zuckeranreicherung hätte den Weinbauern in Sachsen und Sachsen-Anhalt schwer getroffen.”
Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Sicherung der mitteldeutschen Weinbaugebiete getan, betont Krahmer. “Der Schutz geographischer Ursprungsbezeichnungen ist vom Ausschuss einhellig als entscheidendes Qualitätsmerkmal anerkannt worden, in Grenzregionen besteht in Zukunft die Möglichkeit zu europäischen Ursprungsbezeichnungen”. Außerdem bleiben besondere Flaschenformen wie der Bocksbeutel geschützt.
“Damit sind die wichtigsten Forderungen der Liberalen im Europäischen Parlament erfüllt”, sagt Krahmer, kritisiert jedoch grundsätzlich die Idee hinter der Regelung des Weinmarktes: “Der Verbraucher sollte entscheiden, was guter Wein ist und nicht die EU-Kommission.”



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