Glühbirne – Europäisches Parlament drückt sich vor Entscheidung
Die Entscheidung über das Verbot klassischer Glühlampen hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes heute vertagt. In der Sitzung konnten sich die Abgeordneten nicht dazu durchringen, den Vorgang in die Zuständigkeit des Parlaments zu holen. Stattdessen soll die Kommission schriftlich zum Vorgang Stellung nehmen.
Holger Krahmer, umweltpolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament: “Die Entscheidung des Parlaments ist mutlos. Es geht ja noch gar nicht um die inhaltliche Frage, ob das Verbot sinnvoll ist. Es geht um das grundsätzliche Problem, dass sich Bürokraten in der Kommission zu solchen Einschnitten in das Leben der Bürger berechtigt fühlen. Wer denkt, dass das Verbot der Glühbirne eine vertretbare Entscheidung ist, kann nichts gegen eine vernünftige Diskussion haben. Die Debatte um das Glühbirnenverbot muss im Europäischen Parlament statt finden und hier muss die Entscheidung fallen. Dass nicht einmal die Kollegen der CDU sich geschlossen für die Rechte des Parlaments einsetzen, ist enttäuschend. Da fragen sich die Bürger zu Recht, wozu sie in Brüssel ein Parlament brauchen.”
Das Aus für die klassische Glühbirne war in einem Verwaltungsakt von der EU-Kommission beschlossen worden. Diese Verwaltungsfahren, Komitologie genannt, werden vom Parlament überprüft. Erkennen die Abgeordneten eine Überschreitung der Befugnisse der Kommission, wird das Verfahren aus der Komitologie auf die Ebene eines vollständigen Mitentscheidungsverfahrens gehoben. Das Parlament bestimmt dann über die Details der Regelung mit. Mit der schriftlichen Anfrage werden die Argumente der Kommission erneut dargelegt. Eine abschließende Entscheidung soll kommenden Dienstag fallen.



Ich unterstütze Ihre Initiative gegen ein Glühlampenverbot:
Sparwirksamkeit unklar, zahlen nicht nachprüfbar, erhebliche kosten und ärger für die haushalte, da die glühlampen oft nicht ersetzbar sind und sparlampen nicht den gewünschten lichteffekt bieten.
Ein “verbot” in öffentlich-rechtlichen räumen würde doch genügen.
Ein solcher Eingriff in den privaten Bereich der Bürger kann nur dann
gerechtfertigt sein, wenn unzweifelhaft bedeutende Nachteile für die
Gemeinschaft abzuwenden sind.
Die umstrittenen Vorteile von Sparlampen im Vergleich zu den Einsparungen
an Energie sind Welten von einer hinreichenden Rechtfertigung entfernt.
Es fehlt der Kommission jegliches Verständnis für den Freiheitsrahmen eines
Staatsbürgers.
Ich begrüsse Ihre Initiative in Sachen Glühlampenverbot sehr.
Aus zwei Gründen ist dies für die EU bisher ein desaströser Vorgang:
1) technisch: der Anteil der Beleuchtung am gesamten Endenergieverbrauch ist sehr gering. In Industrie, Gewerbe und Verkehr sind nur wenige Glühlampen im Einsatz. Daher eine grobe Abschätzung des Einsparpotentials für die Beleuchtung in Haushalten in Deutschland 2005:
bezogen auf den gesamten Endenergieverbrauch ergibt sich ein Einsparpotentials von etwa 0.1% !!!.
(Endenergieverbrauch: Haushalte 2644 PJ davon 1.6% für Beleuchtung.
Im Winter trägt die Glühlampe zur Heizung bei: also kein Verlust: Annahme Heizperiode 50% : Faktor 0.5. In Haushalten sind bereits seit Jahren Leuchtstofflampen u.a. Nichtglühlampen im Einsatz: Annahme 50%: Faktor 0.5.
Also 1.6%x0.5×0.5 = 0.4% und 0.004×2644 PJ = 10.6 PJ.
Auch Nichtglühlampen brauchen Energie: Annahme 80% Einsparung: 8.5 PJ
Bezogen auf den gesamten Endenergieverbrauch: 8.5/9181 = 0.001 = 0.1% !!!
Dabei sind die Kosten für die Umstellung nicht berücksichtigt.
Im Gegensatz dazu ergibt eine Einsparung bei der Raumheizwärme der Haushalte um nur 5% eine Reduktion von 98 PJ = 1.1% des gesamten Endenergieverbrauchs, d.h. etwa 11-mal soviel!
(Basiszahlen aus Technik in Bayern 2007 Heft 6 (Ausgabe Süd) S.8)).
2) politisch: in solch einer unbedeutenden Frage zum Mittel des Diktats zu greifen ist ein weiterer Schritt in eine (Öko-)Diktatur und wird die Europaverdrossenheit weiter steigern.
sehr geehrter herr krahmer, man kann nur das vorgehen, gegen dieses gesetz unterstützen. es grenzt meines erachtens an eine diktatorische vorgehensweise dem verbraucher vorzuschreiben welche glühbirnen er zu verwenden hat. zumal weder der verbraucher noch die umwelt einen nutzen davon hat. es läßt mich immer mehr zweifeln ob der gang zur wahlurne sich lohnt. denn die vorstellung das man diese leute auch noch unterstützt läßt mich erschaudern. wenn eine kommission durch solche gesetze beweisen will wie wichtig sie ist, kann sie einem nur leid tun und man zweifelt langsam an vielen europaparlamentarischengesetzen. warum fängt das parlament nicht einmal bei sich selber (als Vorbild) an und verhält sich umweltgerecht? weniger unnütze gesetze=weniger papier,druckpatronen,kopierenergie usw.
die flüge, autofahrten doppelte büros plus angestellte die natürlich auch fahren usw.. es gibt bestimmt einiges zu tun, packen sie es an.
mit freundlichen grüßen renate küsgen
Zitat Dr. Manfred M.:
Sparwirksamkeit unklar, zahlen nicht nachprüfbar, erhebliche kosten und ärger für die haushalte, da die glühlampen oft nicht ersetzbar sind und sparlampen nicht den gewünschten lichteffekt bieten.
Stellungnahme:
Unwissenheit und Ignoranz praegen dieses Zitat.
Sparwirksamkeit unklar? – Nachgewiesene Einsparung bei Verwendung von qualitativ hochwertigen Energiesparlampen 75-80%.
Zahlen nicht nachpruefbar? – Ich spreche Ihnen ab, dass Sie es ueberhaupt schon einmal versucht haben. Zahlen sind sehr wohl im eigenen Haushalt nachpruefbar.
… Nicht den gewuenschten Lichteffekt – Welch ein grandioses Argument gegen Energiesparlampen und obendrein auch noch falsch. Vielleicht sollte man sich erst informieren ueber ein Thema bevor man derartige Kommentare veroeffentlich. Schon mal was von Lichttemperatur bei Energiesparlampen gehoert?
Die folgende Internetseite sollte zum besseren und umfassenderen Verstaendnis beitragen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe
Zitat Eberhard Widdel :
Ein solcher Eingriff in den privaten Bereich der Bürger kann nur dann
gerechtfertigt sein, wenn unzweifelhaft bedeutende Nachteile für die
Gemeinschaft abzuwenden sind.
Stellungnahme:
Wenn man sich ueber die Energiesparlampen richtig informiert hat, gibt es nur eine moegliche Interpretation dieses Satzes. Die Nachteile sind bedeutend fuer unsere derzeitige Gemeinschaft, aber noch viel mehr fuer die Gemeinschaft unserer Kinder und Kindeskinder. Energieverschwendung wenn auch auf den “ersten Blick” nur gering hat seine Folgen und gehoert gestoppt. Wenn die Industrie sich nicht in der Lage sieht, trotz technischer Moeglichkeiten, dem veralteten Konzept der Gluehlampe einhalt zu gebieten, dann erwarte ich dies von den gewaehlten Volksvertretern.
Herr Dr. Juergen Winkler, Ihre Kleinrechnerei ist wirklich umfassend verfehlt allerdings voellig den Punkt. Nur weil die Energieeinsparung lt. Ihrer Rechnung nur gering ist sollte wir auf eine Einsparung verzichten? Rechnen Sie doch mal weiter: 0.1% sagen Sie, wieviel unnuetz verbrannter Kohle entspricht das denn?
Anwort:
Die Elektizitaet erzeugt aus 1 Tonne Kohle entspricht ca. 2460 kwh pro tonne.
1.6 % von 2644 PetaJoule (Energieverbrauch deutscher Haushalte 2005) entspricht 11.751.000.000 kwh.
Daraus folgt:
11.751.000.000 / 2460 = 4.33346662 x 10^6 Tonnen
0.1% Koennen ganz schoen schwer sein, denken Sie nicht?
Und man koennte das Spiel noch weiter treiben.
Diese Beispiel war nur fuer Deutschland, nur fuer 1Jahr.
Was ist mit den restlichen EU Laendern?
Seit wann gibt es die Gluehbirne(1880) und wie lange haben Sie denn vor noch Gleubirnen zu verwenden?
Sehr geehrter Herr Vietz.
Ausgewogenheit und Abwägung scheint Ihre Sache nicht zu sein, wohl aber beispielsweise die der Zeitschrift Ökotest in ihrer Studie vom Oktober 2008, die Sie sicher kennen. Es würde mich interessieren, wie Sie dazu stehen, denn Ökotest steht doch bestimmt nicht im Verdacht, ökologisch und gesundheitlich sinnvolle Vorhaben zu kritisieren.
Ich persönlich habe gerade in letzter Zeit einige Lampen erworben, die inklusive Energiesparlampen angeboten wurden. Ich muß bekennen, daß ich – unter Schmerzen (!) – die Energiesparlampen weggelegt und gegen Glühbirnen ausgetauscht habe. Vielleicht bin ich da sehr empfindlich, ich konnte aber dieses Licht, das mir kalt und unnatürlich vorkam, nicht ertragen. Wenn Sie behaupten, daß die Kritik an dem “gewuenschten Lichteffekt” falsch ist, so wundert mich das, insbesonder wenn ich die Studie von Ökotest lese.
Ich verwende Energie ziemlich bewußt, fahre Fahrrad bzw. öffentliche Verkehrsmittel und heize sehr sparsam. Wenn ich nun – genauso bewußt – z.B. bei meiner Leselampe aus guten Gründen etwas mehr Energie nutze, empfinde ich das Verbots-Diktat der EU-Kommission in der Tat als wesentliche Einschränkung meiner Freiheit. Selbst das könnte ich noch hinnehmen, wenn zur Rettung des Weltklimas alle Register gezogen würden. Solange aber nicht die gleichen Maßstäbe an große Energieverschwender, z.B. an den Auto- oder Flugverkehr (Stichwort Kerosinbesteuerung), gelegt werden, empfinde ich das Glühbirnen-Verbot als willkürliche Bevormundung, gewissermaßen als billiges “Bauernopfer” zur Gewissensberuhigung einiger, denen die Umstellung eben nichts ausmacht.
http://www.diagnose-funk.org/technik/energiesparlampen/index.html
http://www.lichtbiologie.de/page9/page9.html
http://www.gopetition.com/petitions/pro-gluhbirnen/sign.html
bitte tragen sie zur rettung der glühbirne bei!!!!!!!!
http://www.youtube.com/watch?v=aYRk4JBvOfc&feature=channel_page
österreichischer kabarettist!!!!!!
Ich find ihre seite gut