Neue BMU-Studie zeigt – Abwrackprämie macht Umweltzone überflüssig
Am vergangenen Samstag hat das Bundesumweltministerium eine Studie veröffentlicht, der zufolge die Abwrackprämie für wesentlich umweltfreundlichere Autos auf deutschen Straßen gesorgt hat. Alles in Allem stößt der deutsche Pkw-Verkehr im Vergleich jetzt auf einen Schlag 4 Prozent weniger Feinstaub aus, sogar 5 Prozent weniger Stickoxide. Die Studie ergab, dass der Ersatz der alten Fahrzeuge zu viel geringeren Luftschadstoffemissionen führt. Einzeln betrachtet stoßen die Neuwagen im Schnitt 99 Prozent weniger Rußpartikel, 87 Prozent weniger Stickoxide und 74 Prozent weniger Kohlenmonoxid aus als die abgewrackten. Das wirkt sich positiv auf die Luftbelastung der Pkw-Flotte insgesamt aus.
Holger Krahmer MdEP, Umweltexperte der FDP, zieht daraus die Schlussfolgerung: „Die Umweltzone ist Schnee von gestern. Denn die Feinstaubprognosen, die bislang die Notwendigkeit einer Umweltzone für Städte wie zum Beispiel Leipzig ergaben, beziehen sich auf Daten aus der Zeit vor der Abwrackprämie. Ich bin mir sicher, die neuen Zahlen machen die Umweltzone überflüssig. Die Behörden sollten jetzt von vorn anfangen und alles neu berechnen.
Ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass die neue Abgastechnik der Einführung einer Umweltzone weit zuvor kommt. Die Nutzfahrzeuge bleiben dahinter zwar noch zurück, aber schon in wenigen Jahren wird auch ohne staatliche Anreize ein Flottenaustausch stattfinden und moderne Abgasnormen Einzug halten. Dem brauchen wir nicht vorweg greifen durch eine Umweltzone. Denn die finanzielle Belastung für die kleinen und mittelständischen Betriebe, ihre Transporter und Lkw vor der Zeit auszutauschen, ist zu groß und volkswirtschaftlich gesehen Irrsinn. Fazit: Wir sollten uns getrost auf den Forstschritt verlassen. Daumenschrauben wie eine Fahrverbotszone sind völlig contra produktiv.
Die Abwrackprämie hat die Umweltzone überflüssig gemacht. Die so genannte Umweltzone war für die Autos gedacht, die inzwischen abgewrackt wurden. Auch wenn die FDP die 5 Milliarden viel lieber in Schulen und Kitas gesteckt hätte als in Schrottautos – sie hat zumindest für sauberere Autos gesorgt.“



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