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Aktuelle Beiträge zu Gesundheit und Lebensmittel

Gesundheit und LebensmittelDienstag 07. Februar 2012

Eröffnungsveranstaltung der BOGK-Informationswoche

Holger Krahmer mit Werner Koch, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Obst-, Gemüse und Kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK)
Holger Krahmer mit Werner Koch, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Obst-, Gemüse und Kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK)

Am 1. Februar 2012 fand die Eröffnungsveranstaltung der BOGK-Informationswoche im Europäischen Parlament in Brüssel. Holger Krahmer betonte in seiner Ansprache, dass es besonders wichtig ist, kleine und mittlere Unternehmen hier in Brüssel zu repräsentieren. Der Einladung Krahmers waren mehr als 100 Gäste gefolgt, darunter 15 Abgeordnete des Europäischen Parlaments.

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungMittwoch 06. Juli 2011

Lebensmittelverordnung: Blockade beendet

Die lange verhandelte Verordnung zur Lebensmittelkennzeichnung ist verabschiedet: Es gilt die Pflicht zur Angabe bestimmter Nährwerte in einer Tabelle (Energie, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Proteine und Salz bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter). Außerdem ist die Herkunftskennzeichnung für frisches Fleisch und Geflügel sowie frisches Obst und Gemüse Pflicht. Für andere Lebensmittel außer den oben genannten muss die Kommission zunächst eine Folgenabschätzung durchführen. Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP: „Der Kompromiss ist gut: So werden Verbraucher informiert, wir versuchen zum Glück nicht mehr, die Menschen zu erziehen.“ Alkoholische Getränke bleiben vom Geltungsbereich vorerst ausgenommen. Es gilt eine Einschränkung der Pflicht für kleine Verpackungen: Bei weniger als 25 Quadratzentimetern Fläche müssen Nährwerte nicht ausgewiesen werden. Bei Verpackungen von weniger als 10 Quadratzentimeter Fläche müssen lediglich Namen, Allergen-Hinweise und Verfallsdatum angegeben werden. Weitergehende Vorschläge, wie Ampel-Symbole zur pauschalen positiven oder negativen Kennzeichnung von Lebensmitteln wurden bereits im Vorfeld abgelehnt.

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungDienstag 05. Juli 2011

Gentechnikzulassung: Schaden für den Binnenmarkt

Der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der EU soll künftig von den Mitgliedstaaten verboten werden können. Diesen Vorschlag der EU-Kommission hat das Europäische Parlament heute gebilligt. Zwar soll die EU-Lebensmittelbehörde EFSA weiterhin gemäß deren Maßstäben die Unbedenklichkeit dieser Organismen prüfen und über die Zulassung von GVO entscheiden. Für die Mitgliedstaaten werden jedoch rechtliche Möglichkeiten definiert, davon abzuweichen, ohne die Entscheidung der EFSA direkt in Frage zu stellen. Holger Krahmer, umweltpolitischer Sprecher der FDP im EP: „Das ist ein schwarzer Tag für den Binnenmarkt. Es ist bedauerlich, dass wir für Anti-Technolgie-Reflexe den Binnenmarkt aufgeben. Offenbar werden bei jeder Schwierigkeit leichtfertig Eckpfeiler der Europäischen Union in Frage gestellt, sei es der Schengenraum wegen Flüchtlingen oder der Binnenmarkt wegen der Gentechnik.”

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Gesundheit und LebensmittelMittwoch 15. Juni 2011

Lebensmittelverordnung: Blockade beendet

Die Pflicht zur Herkunftskennzeichnung soll künftig nur für frisches Fleisch und Geflügel, sowie frisches Obst und Gemüse verbindlich gelten. Dies geht aus einer informellen Einigung zwischen EU-Kommission, Rat und Parlament über die Verordnung zur Lebensmittelkennzeichnung hervor. Damit ist auch der letzte Streit in den Verhandlungen beigelegt. Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP: „Der Kompromiss ist gut: So werden Verbraucher informiert, wir versuchen zum Glück nicht mehr, die Menschen zu erziehen.“ Für andere Lebensmittel außer den oben genannten, muss die Kommission zunächst eine Folgenabschätzung durchführen. Die Pflicht zur Nährwertkennzeichnung auf der Packungs-Vorderseite soll entfallen, alkoholische Getränke werden vom Geltungsbereich vorerst ausgenommen. Ebenfalls ausgenommen sind Packungen mit einer Oberfläche kleiner als 10 Quadratzentimeter, hier gilt eine eingeschränkte Pflicht zur Kennzeichnung von Namen, Allergen-Hinweisen und Verfallsdatum, bei Packungen, die weniger als 25 Quadratzentimeter messen, entfällt die Pflicht zur Kennzeichnung ganz. Weitergehende Vorschläge, wie Ampel-Symbole zur pauschalen positiven oder negativen Kennzeichnung von Lebensmitteln wurden lange diskutiert, sind nun aber vom Tisch. In den kommenden Wochen werden die letzten Details der Verordnung festgelegt. Formal wird der Text voraussichtlich im Juli von Rat und Parlament verabschiedet.

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungDienstag 07. Juni 2011

Aufgeregte Politiker helfen nicht gegen EHEC

Nach der heutigen Stellungnahme der EU-Kommission zu EHEC, sagte Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP: „Gegen Viren und Bakterien ist Politik machtlos. Das zeigen die Probleme im Umgang mit EHEC im Markt mit den weltweit strengsten Regeln für Umwelt- und Verbraucherschutz. Politiker sollten weder suggerieren, man könnte einer solchen Situation sicher vorbeugen noch anschließend das von ihnen selbst verursachte Kommunikationschaos kritisieren. Gefragt ist Hilfe für die Betroffenen, Besonnenheit bei Suche nach Ursache und Zurückhaltung bei Schuldzuweisungen. Erst wenn die Ursachen aufgeklärt sind, kann über die Forderung nach neuen Gesetzen entschieden werden.“

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungFreitag 27. Mai 2011

EHEC: Aufklärung statt Vorverurteilung

Besonnenheit im Umgang mit dem Krankheitserreger EHEC fordert Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament: „Schuldzuweisungen und Vorverurteilung von Produzenten bringen nichts. Nachdem das Robert-Koch-Institut zu unrecht norddeutsche Gemüsebauern in Verruf gebracht hat, darf man nun den denselben Fehler nicht in Richtung Spanien wiederholen. Anstatt vorschnell neue Regeln zu fordern, sollte die Aufklärung des Problems abgewartet werden. Auf dieser Basis muss entschieden werden, ob neue Hygiene-Vorschriften auf EU-Ebene nötig sind. Es ist offensichtlich, dass manche diese Situation nutzen möchten, um Importbarrieren ins Gespräch zu bringen, die letztlich nur Wettbewerbern schaden sollen.“

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungDienstag 24. Mai 2011

Aromapflicht für Fruchtsaft abgeschafft

Die EU-Vorschriften für die Qualität von Fruchtsäften sollen europaweit vereinheitlicht und durch Abschaffung einiger Vorschriften vereinfacht werden. Zum Beispiel fällt die bislang geltende Pflicht zur Beimischung von Aromen in Säften aus Fruchtsaftkonzentrat weg. Der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments hat den entsprechenden Vorschlag der Kommission heute weitgehend bestätigt. Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP begrüßt das Ergebnis: „Qualität und Rezept für Fruchtsaft ist Sache der Hersteller. Vorschriften, die in die Rezeptur der Hersteller eingreifen, wie die Pflicht zur Aromabeimischung haben nichts in europäischer Gesetzgebung zu suchen. Allein die Sicherheit der Lebensmittel muss durch ein Gesetz gewährleistet werden, ansonsten soll der Verbraucher entscheiden, welcher Saft ihm schmeckt.“ Der Vorschlag zur Richtlinie wird voraussichtlich im Juli im Plenum abgestimmt.

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungDienstag 19. April 2011

Lebensmittelverpackungen kann man umdrehen

Die geplante Regelung für Nährwertangaben auf Lebensmitteln soll entschärft werden: Der Ausschuss für Umwelt und Volksgesundheit hat heute nur noch für eine Pflicht zur Kennzeichnung bestimmter Nährwerte auf der Packungsrückseite gestimmt. Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP, findet den Kompromiss richtig: „Wichtig ist die lesbare Kennzeichnung relevanter Nährwerte. Ob das auf der Vorder- oder Rückseite einer Verpackung passiert, muss nicht im Gesetz stehen. Es braucht eine Sekunde, Verpackungen im Laden aus dem Regal zu nehmen und umzudrehen. Hier hat der Ausschuss richtig entschieden.“ Weit aufwändigere Regeln sollen allerdings für die Herkunftskennzeichnung gelten. Für Fleisch, Geflügel, auch in verarbeiteten Produkten, Milch und Milchprodukte, Frisches Obst und Gemüse soll in Zukunft die Herkunft verpflichtend angegeben werden. Ebenso müssen Geburts-, Aufzucht- und Schlachtungsort getrennt angegeben werden, sofern dies nicht ein und derselbe Ort ist. Krahmer: „Die Verpflichtungen zur Herkunftskennzeichnung sind vor allem für verarbeitete Produkte völlig unpraktisch. Bei einem Joghurt können schnell Herkunftsangaben von mehreren Molkereien oder Ländern nötig werden. Hier muss nachgebessert werden. Die Herkunftskennzeichnung wird sonst zum Bürokratieungeheuer gerade für kleinere Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft, ohne dass es dem Verbraucher nützt. In der ersten Lesung im vergangenen Jahr hatte der Ausschuss noch die Pflicht zur detaillierten Kennzeichnung auf der Packungsvorderseite gefordert. Der Kompromiss sieht jetzt die Pflicht zur Kennzeichnung von Energie, Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Kohlehydrate, Transfettsäuren, Zucker und Salz in Bezug auf 100 Gramm oder Milliliter und pro Portion auf der Packungsrückseite vor. Weitere freiwillige Angaben, auch auf der Packungsvorderseite sind möglich. Außerdem können Mitgliedstaaten strengere Verpflichtungen erlassen. Das Dossier wird voraussichtlich im Juli im Plenum abgestimmt.

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungDienstag 12. April 2011

Grüne Gentechnik: Binnenmarkt und EFSA in einem Streich sabotiert

Über den Anbau oder Verbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft sollen künftig die Mitgliedstaaten selbst entscheiden. Dafür möchte der Umweltausschuss den Mitgliedstaaten eigene wissenschaftliche Zulassungsverfahren erlauben, die mit denen der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit EFSA konkurrieren würden. Diese Forderungen haben die Abgeordneten des Umweltausschusses im Europäischen Parlament heute verabschiedet. Holger Krahmer, umweltpolitischer Sprecher der FDP im EP kritisiert die Entscheidung: „Der Umweltausschuss will die Entscheidung über den Anbau von GVO den Mitgliedstaaten überlassen, das wirft die Entwicklung des Binnenmarktes zurück, ist aber keine Überraschung. Dass darüber hinaus die Glaubwürdigkeit der EFSA in Frage gestellt wird, ist nicht nachvollziehbar. Die EFSA soll für den ganzen Binnenmarkt gültige Risikobewertungen durchführen und über Zulassungen entscheiden. Diese Verfahren in den Mitgliedstaaten wieder einzuführen, sabotiert die Arbeit der Agentur. Diese Zersplitterung der Verfahren erschwert die Zulassung von GVO und ist ein Zugeständnis an die innovationsfeindliche Stimmung, die in Europa und dem Umweltausschuss die Debatte über die grüne Gentechnik beherrscht. Im Rest der Welt werden derweil gute Erfahrungen gesammelt und Standards gesetzt – ohne Europa.“ Auch die Kommission hatte vorgeschlagen, die Entscheidung den Mitgliedsstaaten zu überlassen, da anders kein Konsens möglich war, jedoch ohne den Mitgliedsstaaten zu erlauben, die Entscheidungen der EFSA an sich in Frage zu stellen. Das Plenum befasst sich voraussichtlich im Juni mit dem Dossier.

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Gesundheit und LebensmittelPressemitteilungDienstag 29. März 2011

Regelung für Klonfleisch gescheitert

„Wegen eines Streits über die Kennzeichnung von Klonfleisch hat das Parlament das ganze Gesetz platzen lassen. Es wird in naher Zukunft weder ein EU-weites Verbot, noch die eigentlich sinnvollen Vorschriften für Lebensmittel aus geklonten Tieren geben“, kritisiert Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP. In den Verhandlungen zwischen Parlament und Rat hätten einige Abgeordnete auf einer Verpflichtung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln aus geklonten Tieren und deren Nachkommen bestanden, ohne dabei die praktische Durchführbarkeit zu berücksichtigen, so Krahmer: „Damit wurde die Chance vertan, die Gesetzgebung für die Produktion neuartiger Lebensmittel zu aktualisieren. Lebensmittelherstellung mit Nanotechnologie, Klonung und anderen Technologien, bleibt auf EU-Ebene ohne Regelung.“ Mit dem Scheitern der Vermittlung, der dritten und letzten Phase der Gesetzgebung auf EU-Ebene, ist der Vorschlag der Kommission für eine Verordnung über „Neuartige Lebensmittel“ vorerst vom Tisch. Neben Vorschriften für Klonfleisch gehörten auch Regeln für neue Produktionsmethoden und Technologien bei der Herstellung von Lebensmitteln sowie die Zulassung von neuartigen Lebensmitteln zum Vorschlag. Die Kommission wird voraussichtlich neue Gesetzgebungsverfahren starten, in denen neuartige Lebensmittel und Klontechnik getrennt behandelt werden. Mit einer Verabschiedung neuer Regelungen ist nicht vor Ablauf von zwei Jahren zu rechnen.

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