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Umwelt und ChemikalienPressemitteilungDienstag 04. Oktober 2011

Verschärfung der Seweso-Richtlinie nicht gerechtfertigt

Der Geltungsbereich der sogenannten Seweso-Richtlinie soll erweitert werden, sodass künftig eine größere Anzahl gefährlicher Stoffe und Betriebe betroffen wären als unter der geltenden Regelung. Diesen Vorschlag der EU-Kommission hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments heute bestätigt.

Dazu Holger Krahmer, umweltpolitischer Sprecher der FDP im EP: „Wir brauchen Regeln für einen sorgsamen Umgang mit gefährlichen Stoffen. Dafür hat sich die Seveso-Richtlinie bewährt. Für die in der Neufassung der Richtlinie vorgesehenen Verschärfungen gibt es keine sachlichen Begründungen und auch keine neuen sicherheitsrelevanten Erkenntnisse. Wir erhöhen den bürokratischen Aufwand ohne Verminderung des Risikos."

Die Seveso-Richtlinie (Richtlinie zur Beherrschung der Gefahren bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen) zielt darauf ab, schwere Unfälle mit großen Mengen gefährlicher Stoffe zu verhüten und die Folgen solcher Unfälle für Mensch und Umwelt zu begrenzen. Die heutige Seveso-Richtlinie erfasst rund 10.000 Betriebe in der Europäischen Union.

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