Samstag, 31. Juli 2010 | 19:49:24 Uhr

Holger Krahmer | Mitglied des Europäischen Parlaments

Zeigt das Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit und gibt einen Einblick in die tagespolitische Arbeit.

Mein Wahlkreis

Hat ein Europaabgeordneter einen Wahlkreis? Ja und Nein. Deutschland stellt derzeit 99 Abgeordnete im Europäischen Parlament. Das Europäische Parlament wird ausschließlich über Listenverbindungen gewählt. Wahlkreise bzw. Wahlkreiskandidaten wie zum Beispiel bei der Bundestagswahl gibt es bei der Europawahl nicht. Als “Wahlkreis” definieren die Europaabgeordneten in der Regel die Region, aus der sie stammen.

Der erste ostdeutsche Liberale im Europäischen Parlament

Bei der Europawahl 2004 war ich der erste ostdeutsche Liberale, der je in das Europäische Parlament gewählt worden ist. Die FDP zog damals mit sieben Abgeordneten ein. Als Abgeordneter eines EU-Mitgliedstaates bin ich also zu allererst ein gewählter Vertreter der Bundesrepublik Deutschland. Natürlich habe ich bei politischen Entscheidungen in Brüssel die Interessen meiner Heimatregion Sachsen im Blick. Aber es wäre kurzsichtig und unsinnig, nur durch die Sachsen-Brille in Brüssel Politik zu machen. Feinstaubgrenzwerte, Lebensmittelkennzeichnungen, Naturschutz und Autoabgasgrenzwerte werden schließlich für ganz Europa gemacht.

Ich bin stolz, der ostdeutsche Spitzenkandidat der FDP zu sein. Aber ich sehe mich als liberaler Vertreter der deutschen Interessen bei der EU.

Egal wo sie wohnen – Jeder kann mich wählen.

Sie wollen mich bei der Europawahl mit Ihrer Stimme unterstützen? Da die FDP bei der Europawahl eine Bundesliste aufstellt, können Sie mich überall in Deutschland wählen. Neben den anderen Kandidaten der FDP – mit Silvana Koch-Mehrin an der Spitze – finden Sie mich überall in Deutschland auf dem Wahlzettel. Eine Stimme für die FDP ist eine Stimme für Holger Krahmer – und umgekehrt.

Meine Heimatstadt Leipzig

Ich bin stolz darauf, ein echter Leipziger zu sein. Ich bin hier geboren und habe hier immer gerne gelebt. Leipzig ist eine wunderbar facettenreiche, bunte und junge Metropole. Leipzig ist Kulturstadt, Messestadt, Shoppingmetropole, Universitäts- und Forschungsstandort, Medienmetropole und noch so vieles mehr. Hier lebt es sich einfach richtig gut.

Leider gibt es in Leipzig – wie in vielen anderen Großstädten auch – ein erhebliches Problem: Uns fehlen Arbeitsplätze, vor allem sichere und qualifizierte, und seit ich denken kann, ist das Stadtsäckel leer. Kitas und Schulen warten seit Ewigkeiten auf Sanierung, Off-Theater und Jugendzentren auf Personal, Anwohner auf Parkplätze und die Sanierung von Straßen und die Gas- und Stromkunden der kommunalen Betriebe auf Entlastung. Hier leistet die rote Rathausspitze seit Jahr und Tag der Stadt und ihren Bürgern einen Bärendienst. Das ärgert mich, weil ich weiß, dass es auch anders geht, wie Dresden oder Plauen es vormachen. Das Prinzip „Privat vor Staat“ muss sich auch in Leipzig endlich durchsetzen, Wahrheit und Klarheit bei den Stadtfinanzen einziehen – und ein Plan muss endlich her, das ziellose Gießkannen-Prinzip muss ein Ende haben. Mit klaren Prioritäten, ehrlicher Haushaltsführung und einer Besinnung auf die Kernaufgaben einer Kommune würde Leipzig bald besser dastehen. Dafür streite ich gern als Leipziger Bürger und Europaabgeordneter.